Burgruine Lichtenberg

Adresse und Kontakt

Burgbergstraße
38228 Salzgitter Lichtenberg
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05341/50368
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Kurzvorstellung:Die Burg liegt auf steiler Bergkuppe oberhalb der Ortschaft Salzgitter Lichtenberg. Sie bietet mit dem 25 m hohen Bergfried, dem 65 m tiefen Brunnen und dem komplexen Bereich mit ausgegrabenen Mauerzügen ein eindrucksvolles Bild.

Ihr einstiger Besitzer, Heinrich der Löwe, war auf Grund von Lehensverstößen in die Oberacht gefallen und hatte deshalb seine beiden Herzogtümer - Bayern und Sachsen - verloren. Dazu gehörte auch der Verlust etlicher seiner Burgen im Herzogtum Sachsen. Zur Durchsetzung der gegen den Herzog verhängten Maßnahmen zog Kaiser Barbarossa mit dem Reichsheer 1180, das Jahr der erstmaligen urkundlichen Erwähnung, vor Heinrichs Burgen, um sie einzunehmen. Er erhielt sie ohne Gegenwehr. Burg Lichtenberg galt als bedeutende Burg im Machtgefüge des welfischen Herzogs, des staufischen Kaisers Barbarossa und des Bischofs in Hildesheim. Nach Rückgabe der Burg an die Welfen (vermutlich 1194, Datum ist unbestimmt) hielt Heinrichs Sohn, König und späterer Kaiser Otto IV. Weihnachten 1204, inmitten der kriegerisch geführten Auseinandersetzungen zwischen
Welfen und Staufern, einen Hoftag auf der Burg ab - Kennzeichen für die damalige Bedeutung der Burg. Diese Bedeutung ging nach dem Verlust der Kaiserwürde Ottos IV. im Verlauf der Geschichte verloren. Knappe Geldmittel der späteren Herzöge von Braunschweig-Lüneburg führten zu häufigen Verpfändungen, so beispielsweise an die Herren von Salder, die die Burg zeitweilig als Raubritter nutzten.

Das Ende der Burg kam 1552 als späte Folge des Schmalkaldischen Krieges. Graf Volrad von Mansfeld
zog brandschatzend durch das Braunschweiger Land und stand am 29. Oktober vor den Toren der Burg. Seinen Kanonen konnten die Mauern der Burg nicht widerstehen, sie wurde zerstört. In der Folge diente sie als Baustofflieferant für die Häuser der nahe gelegenenen Ortschaften.

Bis 1892, dem Gründungsjahr des Verschönerungsvereins Burgberg Lichtenberg, heute Förderverein Burg Lichtenberg, verfiel die Burg zunehmend. Verschönerungs- und später Förderverein machten sich Ausgrabung und Restauration der noch verbliebenen Reste zur Aufgabe. Unter anderem ermöglichten es Ausgrabungen, die auch heute noch stattfinden, weitreichende Erkenntnisse über die Burg und ihre Bedeutung zu gewinnen. Informationstafeln an zahlreichen Objekten und im Bergfried geben diese Erkenntnisse an die Besucher weiter.
Führungen und Besichtigung:Das Standesamt Salzgitter führt in den Monaten Mai bis Oktober Trauungen im Bergfried durch. Führungen durch Mitglieder des Fördervereins finden an jedem 1. Sonntag der Monate April - Oktober ab 10:30 Uhr statt. Die
Vorführung des Nachbaus einer mittelalterlichen Wurfmaschine (Blide) gilt mit ihren Würfen aks besondere Attraktion. Der Schlüssel für den Bergfried kann gegen eine kleine Spende im nahegelegenen Restaurant erhalten werden. Der Zugang ist jederzeit bis 22:00 Uhr möglich.
Ansprechpartner für Führungen ist der 1. Vorsitzende des Fördervereins Herr Karlhans Kummer, Tel.: 05341/58694.
Hinweise für Veranstaltungen, z. B. Würfe mit der Blide, sind auf der Internetseite des Fördervereins: www.fv-burg-lichtenberg.de und in der lokalen Presse zu finden.
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